Apollo

 

 

NASA Raumfahrt-Projekt

 

 

 

 

 

 

 

Apollo – NASA Raumfahrt-Projekt von 1967 – 1972

 

Apollo 1 Mission

 

ist die nachträglich eingeführte Bezeichnung für die geplante erste bemannte Raumfahrtmission im Rahmen des Apollo-Programms der NASA. Während eines Tests auf der Startrampe am 27. Januar 1967 brach ein Feuer in der Kapsel aus, in dem die drei Astronauten ums Leben kamen. Der Flug von drei Besatzungsmitgliedern mit dem neuen Raumschiff in einer niedrigen Erdumlaufbahn wurde nicht durchgeführt. Das amerikanische Mondlandeprogramm wurde dadurch weit zurückgeworfen.

Der erste bemannte Flug im Rahmen des US-amerikanischen Apollo-Programms war unter der internen Bezeichnung AS-204 für den 21. Februar 1967 geplant.

 

Apollo 4 Mission

 

war der erste, noch unbemannte, Testflug der Rakete Saturn V mit dem Raumschiff. Der Start erfolgte am 9. November 1967 um 12:00:01 Uhr UTC von Startrampe LC-39A des Kennedy Space Centers.

Das Raumschiff wurde zuerst in eine Umlaufbahn von ca. 190 km Höhe gebracht. Nach zwei Erdumläufen wurde die dritte Stufe der Saturn V erneut gezündet, später auch das Triebwerk des Apollo-Servicemoduls, um es bis zu einer Entfernung von 18.000 km über der Erdoberfläche zu bringen.

Das Raumschiff wendete und zündete die Triebwerke noch einmal, um so mit hoher Geschwindigkeit zur Erde zurückzukehren. Noch am selben Tag wasserte das Raumschiff im Atlantik und wurde etwa 16 km vom geplanten Landeort von der USS Bennington geborgen. Alle Tests verliefen erfolgreich.

An der zweiten Stufe S-II waren zwei Kameras angebracht, die die Stufentrennung der S-IC und den Abwurf des Zwischenringes sowie die Trennung von der S-IVB und deren Zündung filmten. Die Kameras liefen mit vierfacher Geschwindigkeit und erlaubten so eine Zeitlupendarstellung der Vorgänge bei der Stufentrennung.

Die Filmkassetten wurden nach der Belichtung von der Stufe getrennt und landeten an Fallschirmen im Atlantik, wo sie anschließend geborgen werden konnten. Der Flug trug die interne Projektnummer AS-501.

Nachdem am 27. Januar 1967 drei Astronauten bei einem Test im Raumschiff ums Leben kamen, wurde deren Mission AS-204 rückwirkend in Apollo 1 benannt. Im April 1967 wurde dann entschieden, dass der nächste Flug im Rahmen des Programms die Bezeichnung Apollo 4 erhalten würde. Für die bisherigen Starts blieb es bei den Projektbezeichnungen AS-201 (26. Februar 1966), AS-202 (25. August 1966) und AS-203 (5. Juli 1966), da sie bereits vor Apollo-1 stattfanden.

 

Apollo 5 Mission

 

Apollo-5 war ein unbemannter Testflug im Rahmen des Apollo-Programms. Hauptziel war die Erprobung der Mondlandefähre (LM für Lunar Module), die zum ersten Mal im Weltraum getestet wurde. Die interne Projektbezeichnung war AS-204.

Trägerrakete war jene Saturn IB, die auch beim Bodentest verwendet wurde, bei dem die drei Astronauten der Apollo-1 ums Leben kamen. Die Rakete blieb beim damaligen Brand unbeschädigt und konnte noch verwendet werden. Das LM-1 war steuer- und manövrierfähig, es waren aber keine Landebeine montiert. Da man, im Gegensatz zu bemannten Starts, keine Rettungsrakete benötigte, war die Saturn IB nur 55 Meter hoch

Apollo 5 vor dem Start

Der Start erfolgte am 22. Januar 1968 und die Rakete arbeitete fehlerlos.

In einer erdnahen Umlaufbahn wurde die Mondlandefähre von der zweiten Stufe getrennt.

Dann sollte das Triebwerk der Abstiegsstufe das LM in eine höhere Umlaufbahn bringen.

Als es gezündet wurde, brannte dieses nicht die geplanten 39 Sekunden, sondern wurden nach vier Sekunden vom Bordcomputer vorzeitig abgeschaltet.

Der Fehler lag in einem Computerprogramm, das den Motor stoppt, wenn nicht schnell genug die gewünschten Parameter erreicht werden.

Da in diesen vier Sekunden nicht der erforderliche Druck in den Treibstofftanks aufgebaut werden konnte, verwendete man das Steuerungsprogramm für die Tests am Prüfstand.

Die zwei weiteren Zündungen verliefen dann erfolgreich. Nach der Trennung von der Abstiegsstufe absolvierte auch die Aufstiegsstufe einen erfolgreichen Triebwerkstest.

Nach Abschluss der Mission verblieben die beiden Teile der Mondlandefähre einige Zeit im Erdorbit und verglühten unabhängig voneinander in der Atmosphäre, die Aufstiegsstufe am 24. Januar und die Abstiegsstufe am 12. Februar 1968.

 

Apollo 6 Mission

 

war der letzte unbemannte Testflug einer Saturn-Rakete im Rahmen des Apollo-Programms. Zum zweiten Mal wurde die dreistufige Saturn V eingesetzt, die als Nutzlast nun sowohl das Raumschiff als auch eine nicht funktionsfähige Mondlandefähre mit sich führte – die gleiche Konfiguration, wie sie auch für den Flug zum Mond vorgesehen war.

Der Start erfolgte am 4. April 1968 um 12:00 Uhr UTC vom Kennedy Space Center in Florida. Er verlief jedoch nicht reibungslos. Heftige Vibrationen belasteten die Konstruktion, während die erste Stufe brannte. Bei einem bemannten Flug hätte dies zum Abbruch geführt. Nach der Trennung von der ersten Stufe traten dann weitaus größere Probleme bei der zweiten Stufe auf, verursacht durch die Vibrationen zu Beginn des Starts.

Zwei der fünf Triebwerke schalteten zu früh ab, worauf die Brenndauer der restlichen Triebwerke um 58 Sekunden verlängert werden musste. Durch die Vibrationen waren einige Versorgungsleitungen gerissen, die Ursache für den ersten Ausfall. Das zweite Triebwerk wurde vom Steuerungssystem fälschlicherweise deaktiviert weil die Steuerungsleitungen zwischen den beiden Triebwerken vertauscht waren. Auch die dritte Stufe musste deshalb länger brennen. Anstatt in einer kreisförmigen Umlaufbahn von 160 km Höhe über der Erdoberfläche war Apollo 6 nun in einem elliptischen Orbit mit 167 km Perigäum und 367 km Apogäum.

Nach zwei Erdumkreisungen sollte die dritte Stufe ein zweites Mal gezündet werden, um den Einschuss in eine Bahn zum Mond zu simulieren, was aber nicht gelang. Geplant war eine Simulation eines Abbruchs während des Transfers zum Mond. Damit sollte auch eine Geschwindigkeit beim Wiedereintritt erreicht werden, die einer Rückkehr vom Mond entspricht.

Hier musste das Haupttriebwerk des Apollo-Raumschiffs kompensieren, um die geplante Höhe von 22.000 km zu erreichen. Durch die längere Brenndauer des Triebwerks des Service-Modules musste der Test des Hitzeschildes dann teilweise ausfallen. Die Kapsel konnte wegen Treibstoffmangels nicht auf die erforderliche Geschwindigkeit gebracht werden.

Die Kapsel wasserte am selben Tag um 22:23 Uhr UTC in etwa 80 km Entfernung zum Bergungsschiff USS Okinawa im Pazifik und wurde schließlich von ihr geborgen.

Anmerkungen

Autorenliste Wikipedia: Apollo Programm , Apollo-1 ,  Apollo-4Apollo-5 Apollo-6 

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