Raumfahrtbehörde NASA

 

 

National Aeronautics and Space Administration

US-Raumfahrtbehörde NASA

 

Die NASA (National Aeronautics and Space Administration), ist die 1958 gegründete zivile US-Bundesbehörde für Raumfahrt und Flugwissenschaft. Der Hauptsitz befindet sich in Washington, D.C. (NASA Headquarters).

Die NASA bezeichnet als ihre Vision „das Leben hier zu verbessern, das Leben nach draußen auszudehnen und Leben da draußen zu finden“. Daraus ergibt sich die Mission „unseren Heimatplaneten zu verstehen und zu schützen, das Universum zu erforschen und nach Leben zu suchen und die nächste Generation von Forschern zu begeistern“. Im Februar 2006 strich die NASA den Schutz der Erde aus ihrem mission statement, um es dem vom damaligen Präsidenten George W. Bush verkündeten Raumflugprogramm anzugleichen.

NASA – History

 

Die NASA wurde am 29. Juli 1958 durch den „National Aeronautics and Space Act“ gegründet. Damit wurde durch Präsident Dwight D. Eisenhower auf den Rat seines Wissenschaftsberaters James Killian entschieden, dass das zivile Raumfahrtprogramm durch eine Raumfahrtorganisation durchgeführt werden soll. Vorläufer war u. a. das National Advisory Committee for Aeronautics, das der Luftwaffe unterstand. Die neue Behörde nahm am 1. Oktober 1958 ihre Arbeit auf, wobei sie die circa 8.000 Angestellten der NACA übernahm. Zum ersten Administrator der NASA wurde Thomas Keith Glennan ernannt.

Die bemannte Raumfahrt begann mit dem Mercury-Programm 1958. Als Trägerraketen wurden Redstone und Atlas D Raketen verwendet. Am 14. April 1959 erfolgte der erste Start der Atlas-D Rakete im Mercury Programm. Am 4. Dezember 1959 kam es bei der Mission Mercury-Little-Joe 2 zum ersten „bemannten Raumflug“, bei dem der Rhesusaffe Sam sich für circa 11 Minuten im Weltall befand. Bei den „Little Joe“-Missionen trug auch die Trägerrakete die Bezeichnung „Little Joe“. Am 21. Januar 1960 kam es erneut bei der Mission Mercury-Little-Joe 1B zu einem Raumflug von Sam.

Die eigentlichen Mercury-Flüge begannen am 21. November 1960 mit dem unbemannten Flug Mercury-Redstone 1. Am 31. Januar 1961 wurde die Raumkapsel der Mercury-Redstone 2 mit dem Schimpansen Ham besetzt.

Am 5. Mai 1961 erfolgte durch Alan Shepard der erste bemannte Raumflug eines US-Amerikaners mit der Mercury-Redstone 3. Danach erfolgten noch fünf weitere Raumflüge von Astronauten sowie bei der Mission Mercury-Atlas 5 des Schimpansen „Enos“.

Das Mercury-Projekt wurde am 12. Juni 1963 offiziell beendet. Mit der letzten Mercury Kapsel Mercury-Atlas 9 flog vom 15. Mai 1963 bis zum 16. Mai 1963 Gordon Cooper in das All. Es folgte danach das Gemini-Programm, bei der die Raumkapsel mit zwei Astronauten bemannt wurde.

Mit dem Apollo-Programm landeten am 20. Juli 1969 mit Neil Armstrong und Buzz Aldrin die ersten Menschen auf dem Mond und kehrten am 24. Juli sicher auf die Erde zurück. 1972 begann dann die Entwicklung des Space Shuttles, der erste Start war am 12. April 1981. 2011 endeten die Flüge der Shuttles, die drei verbliebenen Raumfähren wurden außer Dienst gestellt und gelangten an Museen in den USA.

Zukünftige Entwicklungen

 

Die zukünftige Entwicklung der NASA ist derzeit nicht einzuschätzen. Alle Projekte zu neuen Technologien seit den 1990er Jahren wurden letztendlich eingestellt.

Die NASA erteilte am 16. September 2014 den Auftrag an die US-amerikanischen Unternehmen Boeing und SpaceX, bis 2017 eine Raumfähre für die bemannte Raumfahrt zu bauen. Sie will hiermit die gegenwärtige Abhängigkeit von der russischen Raumfahrt beenden.

 

Mondbasis

 

Die amerikanische Raumfahrtbehörde gab am 4. Dezember 2006 bekannt, dass eine ständig besetzte Mond-Basisstation in Planung sei.

Der Budgetentwurf von Präsident Barack Obama für das Jahr 2010 sah jedoch massive Änderungen des Zwecks der Zuweisungen an die NASA vor. Nach den Untersuchungen der Augustine-Kommission beruhen die im Rahmen des Constellation-Programms geplanten bemannten Mondflüge auf alter Technologie und würden den geplanten finanziellen und zeitlichen Rahmen sprengen. Wichtiger sei es, revolutionäre Technologien zu entwickeln, die bemannte Raumflüge jenseits der Erdumlaufbahn erlauben könnten; dabei soll die ISS auch über das Jahr 2016 hinaus angeflogen und finanziell unterstützt werden. Darüber hinaus sollen in Zukunft nicht nur die NASA, sondern auch private Unternehmen Raumschiffe entwickeln. Insgesamt sah der Plan sogar eine Steigerung des NASA-Finanzhaushalts vor.

 

Bemannter Flug mit Landung auf dem Mars

 

Außerdem plant die NASA einen bemannten Flug zum Planeten Mars. Als Zeitfenster wurde das Jahr 2035 von der NASA angegeben. Das neue bemannte Raumfahrzeug Multi-Purpose Crew Vehicle (MPCV) sollte auf Konstruktionen basieren, die ursprünglich für das Orion-Kapsel-System für die Mondbasis vorgesehen waren. Zu diesem Zweck kündigte die NASA am 14. September 2011 das neue, teilweise auf Technologien des Space Shuttle zurückgreifende, Trägersystem Space Launch System (kurz SLS) an, welches in der Lage sein soll, bemannte Flüge zum Mars wie auch zu erdnahen Asteroiden zu ermöglichen. Dies würde jedoch ein Jahr dauern.

Anmerkungen

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