Raumflugfähige Orbiter

 

 

 

 

 

 

Raumflugfähige Orbiter 

 

Seit dem Beginn der Shuttle-Flüge im Jahr 1981 waren insgesamt fünf verschiedene Space Shuttles ins All geflogen. Davon waren bis zur Einstellung des Programms im Jahre 2011 noch drei (Discovery, Atlantis und Endeavour) im Einsatz. Zwei Space Shuttles (Challenger und Columbia) wurden bei Unglücken in den Jahren 1986 und 2003 zerstört.

 

Name OV-Nr. Erster Start Erste Mission Letzter Start Letzte Mission Anzahl Missionen Bemerkung
Columbia OV-102 12. April 1981 STS-1 16. Januar 2003 STS-107 28 Erster raumflugfähiger Orbiter. Am 1. Februar 2003 beim Wiedereintritt zerstört (defekte Hitzeschutzverkleidung), die sieben Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben.
Challenger OV-099 4. April 1983 STS-6 28. Januar 1986 STS-51-L 10 Am 28. Januar 1986 kurz nach dem Start durch einen Defekt an einem Feststoffbooster zerstört, die sieben Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben.
Discovery OV-103 30. August 1984 STS-41-D 24. Februar 2011 STS-133 39 Letzte Landung am 9. März 2011. Seit dem 19. April 2012 Exponat im Steven F. Udvar-Hazy Center.
Atlantis OV-104 3. Oktober 1985 STS-51-J 8. Juli 2011 STS-135 33 Letzte Landung am 21. Juli 2011. Exponat im Kennedy Space Center.
Endeavour OV-105 7. Mai 1992 STS-49 16. Mai 2011 STS-134 25 Letzte Landung am 1. Juni 2011, Ersatzorbiter für Challenger. Exponat im California Science Center.

Unterschiede zwischen den einzelnen Orbitern

 

Durch die technische Entwicklung im Laufe des Space-Shuttle-Programms bedingt, waren die fünf raumflugfähige Orbiter nicht exakt baugleich. Einige Merkmale wurden bei allen Orbitern nachgerüstet, so zum Beispiel das Glascockpit. Zuletzt flogen alle Orbiter mit LC-Displays und modernen Computern.

Andere Unterscheidungsmerkmale blieben aber bis zuletzt bestehen; so war die Columbia über drei Tonnen schwerer als ihre später gebauten Schwesterschiffe. Zudem wurde bei Challenger und Discovery eine Modifikation in der Nutzlastbucht eingebaut, die das Mitführen einer bereits betankten Centaur-Oberstufe erlauben würde. Das wurde aber nie umgesetzt.

 

Raumflugfähige Orbiter – Namensherkunft der Raumfähren

 

Die NASA benannte die Shuttles, mit Ausnahme der Enterprise, nach berühmten Entdeckerschiffen der vergangenen Jahrhunderte.

 

Shuttlename Nutzungsdauer der namensgebenden Schiffe Namensgebende Schiffe
Atlantis 1930–1960 Zweimastiges Segelschiff Atlantis, das von der Woods Hole Oceanographic Institution genutzt wurde.
Challenger 1870er Jahre Forschungsschiff HMS Challenger der britischen Marine, das den Atlantischen und Pazifischen Ozean bereiste.
Columbia ca. 1790er Jahre Kleines Forschungsschiff, das außerhalb Bostons eingesetzt wurde und später die Mündung des nach ihm benannten Columbia River entdeckte.
Discovery 1610–1611 bzw. 1778 Zwei berühmte Segelschiffe. Mit dem ersten suchte Henry Hudson nach einer Nordwestpassage zwischen Atlantik und Pazifik. Mit dem anderen entdeckte James Cook Hawaii.
Endeavour 1768 Das erste der von James Cook geführten Schiffe. Cook segelte in den Südpazifik, um auf Tahiti den Durchgang der Venus vor der Sonnenscheibe (Venustransit vom 3. Juni 1769) zu beobachten. Auf dieser Reise besuchte Cook außerdem Neuseeland, erkundete Australien und segelte zum Great Barrier Reef.
Enterprise fiktive Raumschiffe Der ursprüngliche Name war Constitution („Verfassung“), da die 200-Jahr-Feiern in den USA dazu stattfanden. Die Fangemeinde von Star Trek überreichte dem Weißen Haus eine Unterschriftensammlung. Obwohl der damalige US-Präsident Gerald Ford die Aktion nicht ernst nahm, setzte er letztendlich doch den Namen Enterprise bei der NASA durch. Er hatte im Zweiten Weltkrieg auf der USS Monterey gedient, die mit der USS Enterprise gemeinsam operierte.

Anmerkungen

Autorenliste Wikipedia

Copyright Fotos / Grafiken v.o.n.u.v.l.n.r.: NASA

Lizenzbestimmungen Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported (abgekürzt)