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Nachfolgeprogramm

 

 

Weiterentwicklungen & Nachfolgeprogramm

 

Vor allem aufgrund der immensen Kostenüberschreitungen während der Entwicklung und dem Betrieb des Shuttle wurden bereits einige Male Weiterentwicklungen und Nachfolgeprogramme angekündigt. Einige erreichten lediglich die Konzept-, andere wiederum die Prototypenphase. So basierte das nicht über die Entwicklungsphase hinausgekommene Constellation-Programm mit den Ares-Raketen auf dem Space Shuttle. Der Ares-I-Träger sollte um das Jahr 2015 das Shuttle als bemanntes Raumschiff ersetzen.

 

Weiterentwicklungen – Shuttle-C

 

Zwischen 1984 und 1995 wurde eine Vielzahl von Konzepten für eine unbemannte Lastenversion des Space Shuttle entwickelt. Diese Studien fanden unter dem Namen Shuttle-C (C steht für Cargo) statt.

Durch die fortschreitende Automatisierungstechnik sollte es möglich werden, den Shuttle-C auch ohne Mannschaft und die dadurch bedingten Mannschaftsräume und Lebenserhaltungssysteme zu starten.

Zudem waren lediglich die Feststoffbooster und nicht wie beim Shuttle die gesamte Raumfähre wiederverwendbar ausgelegt. Man erhoffte sich dadurch nennenswerte Einsparungen bei den Flugkosten, vor allem für Satellitenstarts.

Auch die Nutzlast sollte durch die Gewichtseinsparungen zunehmen, man ging von 50 bis 75 Tonnen aus. Zudem wollte man durch die bereits bestehende Hardware Entwicklungskosten für einen neuen Schwerlastträger sparen.

In den frühen 1990er Jahren wurden auch einige Konzepte für bemannte Marsflüge auf Basis des Shuttle-C entwickelt. Keiner der Shuttle-C-Entwürfe kam je über die Konzeptphase hinaus.

 

Weiterentwicklungen – X-33 Venture Star

 

Der VentureStar war ein geplanter Nachfolger für das Space Shuttle. Er sollte einige richtungsweisende Neuerungen beinhalten, etwa einen ganz neuen Hitzeschild und einen neuartigen Antrieb.

1996 wurde der Auftrag zum Bau eines Prototyps im Maßstab 1:3 an Lockheed Martin vergeben.

Wegen technischer Probleme und Budgetüberschreitungen wurde dieser Prototyp, die X-33, jedoch nie fertiggestellt.

Im Frühjahr 2001 wurde das Projekt aufgegeben, obwohl die X-33 bereits zu 85 Prozent fertig war und über eine Milliarde US-Dollar in das Projekt investiert worden waren.

Weiterentwicklung – Constellation

 

Nach dem Verlust der Columbia legte der damalige US-Präsident George W. Bush am 14. Januar 2004 mit der Vision for Space Exploration ein neues, langfristiges Weltraumprogramm auf, das die Ausmusterung des Space Shuttle zum 30. September 2010 vorsah.

Zudem beinhaltete das Programm bemannte Mondflüge ab 2018 und ab Mitte des Jahrhunderts sogar bemannte Marsflüge. Daher wurde für das Constellation-Programm wieder auf herkömmliche Raketen und Raumkapseln zurückgegriffen, die jedoch bewährte Technik des Space Shuttle weiterverwenden sollen.

So wurde die Entwicklung der Ares-Raketenfamilie gestartet, die aus zwei Modellen bestand. Die Ares I sollte ab 2014 das Orion-Raumschiff in einen niedrigen Erdorbit befördern. Für Mondmissionen hätte die Ares V ab 2018 das Altair-Landemodul und die Earth Departure Stage in einen niedrigen Erdorbit gebracht, wo sie die Ankunft der Crewkapsel erwartet hätte.

Die Ares I baut auf dem Feststoffbooster des Space Shuttle auf. Eine gestreckte Version des Boosters wurde dabei als erste Stufe verwendet.

Beim Schwerlastträger Ares V kam ein vergrößerter Außentank mit zwei gestreckten Boostern zum Einsatz.

Durch das Zurückgreifen auf Shuttle-Hardware konnte einerseits Entwicklungsarbeit gespart werden und andererseits der übermäßige Verlust von Arbeitsplätzen durch das Ende des Space-Shuttle-Programms verhindert werden.

Das Constellation-Programm (Ares I, Ares V, Orion) wurde im Februar 2010 eingestellt.

Laut US-Präsident Obama sei es weder zeitlich noch finanziell tragbar.

Im Mai 2011 wurde von US-Präsident Obama jedoch die Weiterführung der Entwicklung des Orion-Raumschiffs verkündet.

Weiterentwicklungen - Ares-I_Ares-V_Feb_2008

Weiterentwicklungen – Space Launch System

 

Nach dem Ende des Constellation-Programms beauftragten der US-Senat und der US-Kongress die NASA zur Entwicklung einer neuen Schwerlastrakete, die sowohl bemannte als auch unbemannte Starts durchführen kann.

 

Weiterentwicklungen – Dragon

 

Das Dragon-Raumschiff hatte 2010 seinen Erstflug und dient seit 2012 als Versorgungsraumschiff für die ISS. Es ist ein privates Raumschiff der US-Firma SpaceX von Elon Musk. Die bemannte Version Dragon V2 ist in Entwicklung. 2017 soll es erstmals bemannt fliegen. An Bord sollen bis zu sieben Personen Platz haben. Als Trägerrakete dient die Falcon 9.

 

Weiterentwicklungen – Dream Chaser

 

Auch die sich im Bau befindende Raumfähre Dream Chaser ist ein privates Raumschiff. Sie wurde von der US-Firma SpaceDev entworfen und wird von der Sierra Nevada Corporation gebaut. Sie soll 2016 ihren Erstflug antreten und 2017 mit zwei Personen an Bord erstmals bemannt fliegen. Wie das Dragon-Raumschiff soll auch die Dream-Chaser-Fähre Astronauten zur ISS bringen. Die Raumfähre kann sowohl suborbital als auch orbital fliegen. Als Trägerrakete soll die Atlas V verwendet werden.

 

Weiterentwicklungen – CST-100

 

Das CST-100 ist ebenfalls ein von der Privatindustrie entwickeltes Raumschiff der US-Firma Boeing. Auch dieses soll Astronauten zur ISS bringen können. Es befindet sich in Entwicklung. Beim CST-100 soll vermutlich ebenfalls die Atlas V als Trägerrakete genutzt werden.

 

Neues Shuttle-Entwicklungsprogramm

 

Die NASA gab am 16. September 2014 bekannt, dass sie weitere Aufträge bzgl. der Entwicklung einer neuen Raumfähre an Boeing (CST-100, Auftragswert 4,2 Mrd. US-Dollar) und SpaceX (Dragon, Auftragswert 2,6 Mrd. US-Dollar) vergeben hat. Sierra Nevada war noch in der engeren Wahl, ging aber leer aus. Seit 2010 hat die NASA für Entwicklungen in diesem Bereich schon mehr als 1,4 Mrd. US-Dollar ausgegeben

Anmerkungen

Autorenliste Wikipedia

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